Zwei Frauen aus Happing erneut vor Gericht

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Am Landgericht Traunstein wird heute der Brandstiftungsprozess gegen zwei Frauen fortgesetzt. Ihnen wird vorgeworfen, vor rund zwei Jahren ihre Doppelhaushälfte in Happing angezündet zu haben.Wie berichtet, handelt es sich um den zweiten Prozessanlauf. Das erste Urteil gegen die Mutter und Tochter hatte der Bundesgerichtshof wegen fragwürdigen Ermittlungsmethoden kassiert. Eine Polizistin soll demnach ein Gespräch der Angeklagten mit einem Arzt gelauscht haben, in dem sie die Tat gestanden hatte. Dabei stand die Angeklagte unter Medikamenten. Auf die Aussage der hatte sich das alte Urteil gestützt. Ein Schaden von rund 100.000 Euro war entstanden, genau an dem Tag, an dem das Haus zwangsgeräumt werden sollte. Die Angeklagten schweigen, ein Sachverständiger hatte beim letzten Prozesstag technische oder Witterungsbedingte Brandursachen ausgeschlossen. Nur vorsätzliche Brandstiftung sei denkbar. Man habe überall im Haus Brandbeschleuniger gefunden, die zu einer Verpuffung geführt hätten. Heute sollen weitere Zeugen gehört werden. Die angeklagten Frauen sitzen seit rund zwei Jahren in Untersuchungshaft. Ein Urteil wird am 9. Juli erwartet.