Wie gehts es mit dem Reindlhaus weiter?

stadt rosenheim

Der Antrag auf Abriss- und Neubau des Reindlhauses am Mittertor in Rosenheim ist erstmal vom Tisch. Der Stadtentwicklungs- und Baugenehmigungsausschuss hat am Abend den Antrag abgelehnt.

Planungsrechtlich sei der Antrag zwar zulässig, doch der Denkmalschutz hat sein Veto eingelegt. Es greift der Schutz eines Denkmalensembles. Das Gebäude liegt im Ensemble „Äußerer Markt“. Es prägt das Erscheinungsbild des Ludwigsplatzes mit und hat auch Wirkung auf die Erscheinung des Mittertors. Der angedachte Bau eines vierstöckigen Gebäudes würde den Blick auf das Mittertor stören. Doch das rund 200 Jahre alte Haus muss früher oder später abgerissen werden, weil der Untergrund die Statik gefährdet. Das Schadensbild hätte sich in den letzten Wochen sogar verschärft, hieß es. Es sei eine Herzensangelegenheit, dass das Haus gerettet wird. Gleichzeitig sei es aber auch eines der schwierigsten Bauprojekte der Stadt, so die Oberbürgermeisterin.

Im nächsten Schritt wolle man nun nach neuen Lösungen suchen. Es gibt sogar schon einen Kompromissvorschlag: Der Neubau soll nur maximal 1,30 Meter höher werden – heißt es gibt kein viertes Obergeschoss. Aber auch das könnte den Blick aufs Mittertor stören. Auch die geplante Unterkellerung bei diesem Vorschlag löst etwas Angst aus. Weil der Untergrund so instabil ist, hat man Angst, dass die umliegenden Häuser und auch das Mittertor in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Hier gibt es also noch Diskussionsbedarf.