Verkehrsgutachten bringt keine Lösung im Prozess Miesbacherstraße

Gericht

Das angeforderte Verkehrsgutachten für den Prozess um den tödlichen Unfall auf der Miesbacher Straße brachte nicht die erhoffte Aufklärung.

Laut dem Sachverständigen seien die Grundlagen für das Gutachten äußerst dünn, bedingt nicht zuletzt durch die mit der Zeit ungenaueren Zeugenaussagen. Die Größe der Lücke zwischen den beiden BMW sei unmöglich zu berechnen. Das Gutachten belastet den bereits verurteilten Golffahrer aus Ulm, der nach Ansicht des Sachverständigen den Unfall durch ausweichen oder abbremsen vermutlich verhindern hätte können. Die Aussage des überraschenden neuen Zeugen des vorangegangenen Verhandlungstages stellt das Gutachten in Frage. Von der Position des Zeugen aus sei es unmöglich, die Lücke zwischen den beiden BMW einzuschätzen. Der Zeuge hatte behauptet, gesehen zu haben, dass die Lücke zu klein zum Einscheren gewesen sei. Am nächsten Verhandlungstag am Freitag sollen letzte Zeugen gehört und die Plädoyers verlesen werden, das Urteil wird voraussichtlich am Freitag der nächsten Woche fallen.