Urteil im Weihnachtsmordprozess: 81-jähriger Raublinger muss fast fünf Jahre ins Gefängnis

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Das Urteil im sogenannten Weihnachtsmordprozess von Raubling ist gefallen – der 81-jährige Angeklagte muss für vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Eine vorsätzliche Tat sei es aber nicht gewesen, so der Vorsitzende Richter Erich Fuchs am Landgericht Traunstein.
Vielmehr habe der Angeklagte im Affekt gehandelt, auch eine beginnende Demenz des Rentners spreche gegen einen Tötungsvorsatz.

Was laut dem Richter zusätzlich für den 81-Jährigen sprach: Er habe gleich nach der Tat den Notarzt gerufen. Wie berichtet, hatte er am zweiten Weihnachtsfeiertag vergangenen Jahres mit einem Messer auf seine 75-jährige Lebensgefährtin eingestochen. Er hatte immer wieder beteuert, vor der Tat wütend auf seine Partnerin gewesen zu sein. Diese habe laut ro24 seine Schmerzen nicht ernst genommen und ihn deshalb heruntergemacht. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig. Innerhalb von einer Woche können Staatsanwaltschaft und Verteidigung Rechtsmittel gegen den Richterspruch einlegen.