Urteil gegen mutmaßlichen Inndamm-Vergewaltiger erwartet

Gericht Urteil

Heute wird das Urteil gegen einen 28-Jährigen erwartet, der im November 2015 am Rosenheimer Inndamm eine Joggerin brutal vergewaltigt haben soll. Rund ein Jahr später soll er sich an einer weiteren Frau in München vergangen haben.Vor den Plädoyers der Staatsanwaltschaft und des Verteidigers hatte der Angeklagte am letzten Verhandlungstag beide Taten gestanden und damit sein wochenlanges Schweigen gebrochen. Die Anklage geht von Heimtücke und Sexgier aus, die den Mann zu den Taten bewegt haben soll. Er war im Oktober 2015 als Flüchtling über Kiefersfelden nach Deutschland eingereist und hatte zusammen mit seiner Ehefrau Asyl beantragt. Sein zweites Opfer im englischen Garten in München soll er nach der Vergewaltigung bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Die Polizei war ihm über DNA-Spuren auf die Schliche gekommen. Die Staatsanwaltschaft fordert lebenslänglich. Die Verteidigung will eine Freiheitsstrafe von nicht länger als neun Jahren.