Unfallbericht veröffentlicht

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Fehlhandlungen des Fahrdienstleiters und das Zusammentreffen von menschlichen Verhal­tensweisen, unvollständiger Rückmeldung der Stellwerkstechnik, schwierig anwendbarer Regeln und unzulänglicher örtlicher Regelungen. So lauten die Ursachen für das Zugunglück von Bad Aibling, bei dem am neunten Februar 2016 elf Menschen getötet, 27 schwer und 63 leicht verletzt wurden.

Das geht aus dem heute Mittag veröffentlichten Unfallbericht der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung hervor. Aufgrund dessen werden verschiedene Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Wie bereits aus dem Zwischenbericht bekannt, wird eine Vereinfachung des Notrufs empfohlen. Außerdem soll das Regelwerk optimiert werden, beispielsweise von einem prozessorientierten hin zu einem funktionsorientierten, um im Ernstfall schneller und einfacher reagieren zu können. Zudem soll in der Ausbildung zum Fahrdienstleiter verstärkt auf Stellwerksimulatoren zurückgegriffen werden.