Streit um Bürgerentscheid in Kolbermoor

Urne Krematorium Symbol

Nach dem Bürgerentscheid um das Krematorium in Kolbermoor hat sich die EHG Dienstleistung GmbH am Vormittag noch einmal schriftlich zu Wort gemeldet.

Dabei kritisiert sie nochmal alle, die den Bau abgelehnt haben. Die schriftliche Pressemitteilung strotzt vor Seitenhieben und zynischen Bemerkungen gegen die Gegner des Krematoriumneubaus. Die EHG spricht insgesamt sieben Danksagungen aus. Unter anderem auch an Bürgermeister Peter Kloo für seine Unterstützung. Sie bedankt sich aber zum Beispiel auch bei allen, die ihre Angehörige und Freunde bei einer Chemotherapie unterstützen und ihnen nicht vorhalten, dass sie deshalb nach ihrem Tod die Umwelt belasten. Damit spielt die EHG auf die Kritik der Bürgerinitiative an, die durch die Verbrennung von Chemotherapiepatienten Angst vor Radioaktivität im Boden hatte. Mit ähnlichen Seitenhieben sind auch die sechs weiteren Danksagungen gespickt. Die Kolbermoorer hatten sich mit einer deutlichen Mehrheit gegen den Neubau eines Krematoriums ausgesprochen.  

Nach der Kritik von Seiten der EHG hat sich sich am Nachmittag auch die Bürgerinitiative zu Wort.

In der Stellungnahme heißt es, dass die Bürgerinitiative lediglich alle legalen und demokratischen Möglichkeiten genutzt habe, um ihre Informationen und Fakten an die Kolbermoorer Bürger zu übermitteln. Die Bürgerinitiative verstehe nicht warum sie als Buhmänner dargestellt werde. Bevor Kolbermoor sich gegen ein Krematorium entschieden habe, hätten auch andere Gemeinden aus der Region einen Neubau abgelehnt, so die Initiative. Auch auf den Geschäftsführer der EHG geht das Schreiben der Bürgerinitiative ein. So heißt es, es wäre müßig nun auf alle Aussagen und Fehltritte von Herrn Engmann einzugehen. Die Bürgerinitiative findet es zudem schade, dass eine demokratische Entscheidung nicht einfach akzeptiert werden kann.