Stelen sollen an Nazi-Opfer erinnern

wasserburg

Auf dem Heisererplatz in Wasserburg sollen 60 Gedenkstelen errichtet werden. Sie sollen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern und mahnend zur Reflexion mit der Gegenwart auffordern.

Die Stadt hatte einen Gestaltungswettbewerb veranstaltet. Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper gewannen ihn. Auf den Stelen wird mit Namen und dem Alter zum Todeszeitpunkt an von Nazis getötete Menschen erinnert. Sie sollen etwa zwei Meter hoch sein und in loser Anordnung auf der Rasenfläche platziert werden. Die Forschung hat bisher bereits 700 Namen von Menschen herausgefunden, die aus der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Gabersee und der Behinderteneinrichtung in Attl deportiert und später getötet wurden. 200 Namen von Gefallenen stehen außerdem auf den Kriegerdenkmälern. Etwa 1000 Zwangsarbeiter waren zudem im Altlandkreis Wasserburg beschäftigt. Viele von ihnen fanden aufgrund unmenschlicher Lebensbedingungen ebenfalls den Tod.