Staatsanwaltschaft prüft Zeugenaussagen

Amtsgericht Portal

Nach dem gestrigen Urteil im Prozess um den tödlichen Unfall auf der Miesbacherstraße in Rosenheim prüft die Staatsanwaltschaft jetzt, ob Zeugen falsch ausgesagt haben. Betroffen sind davon vor allem Personen, die mit dem 24-jährigen Kolbermoorer BMW-Fahrer befreundet sind.

Es besteht der Verdacht, dass sie sich abgesprochen haben könnten, um ihren angeklagten Freund zu schützen. Das berichtet Rosenheim24.de. Der Richter hatte gestern bei der Urteilsbegründung ebenfalls entsprechende Andeutungen gemacht. Während des Prozesses hätte das Gericht mutmaßlich mit vielen Halbwahrheiten zu tun gehabt. Wie berichtet, war der Kolbermoorer zu einer Haftstrafe von zwei Jahren ohne Bewährung verurteilt worden, weil er einem VW aus Ulm bei dessen Überholvorgang zu wenig Platz zum Einscheren ließ. Der ebenfalls angeklagte VW-Fahrer, der frontal mit dem Wagen dreier Samerberginnen zusammenstieß, erhielt eine Bewährungsstrafe. Zwei junge Frauen waren bei dem Unfall vor rund eineinhalb Jahren gestorben.