Sexueller Missbrauch von Kindern: Urteil gefallen

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„Er hat eine richtige Masche entwickelt, wie er die Opfer in seine sexuellen Interessen einbindet“ – so hat der Vorsitzende Richter am Landgericht Traunstein heute die Haftstrafe von vier Jahren gegen einen 29-jährigen Rosenheimer begründet. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Das Gericht sah es nach dem Geständnis des Angeklagten als erwiesen an, dass er acht Kinder unter 14 Jahren sexuell missbraucht und 26 weitere Kinder sexuell belästigt hatte. Wie berichtet, hatte der Mann seit Oktober 2014 über das Internet und mit gefakten WhatsApp-Profilen Kontakt mit den Geschädigten. Die schickten laut Rosenheim24 Bilder und Videos ihrer Geschlechtsteile und der eigenen Selbstbefriedigung. Außerdem traf sich der 29-jährige immer wieder mit einigen Opfern und führte an ihnen sexuelle Handlungen aus bzw. ließ sie ausführen. Durch das Geständnis ersparte er den Opfern ein Erscheinen vor Gericht – das hat ihm wohl zwei bis drei weitere Jahre im Gefängnis erspart.