Rosenheimer Frauenhaus fordert mehr staatliche Unterstützung

Notrufoffensive

Aktuelle Zahlen lassen aufschrecken: 140.000 Frauen in Bayern werden jährlich Opfer von sexueller oder körperlicher Gewalt, 90.000 sogar schwer misshandelt. Frauenhäuser bieten Betroffenen Schutz vor diesem Martyrium. Leider sind Einrichtungen dieser Art in Bayern chronisch unterfinanziert. Die Leiterin des Rosenheimer Frauenhaus Brigitte Steiner sagt unserem Sender, auch sie müsse oft Frauen aus Platzmangel abweisen.

Aber auch, weil kein Kostenträger zur Verfügung steht oder sich die Schutzsuchende nicht selbst versorgen kann. Die Betreuung von betroffenen Frauen, die teilweise mit Kindern Schutz suchen, wird pro Tag abgerechnet. Sozial Schwächere könnten das oft nicht finanzieren. Deshalb fordert Steiner mehr staatliche Unterstützung und eine Pauschalfinanzierung, um die soziale Einrichtung für Frauen erhalten zu können.