Reinigungskosten am Jodl-Grab werden heute nochmals verhandelt

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2015 hatte der Künstler Wolfram Kastner mehrmals rote Farbe über das sogenannte „Jodl-Grab“ auf der Fraueninsel geschüttet. Deswegen steht er heute erneut vor Gericht. Diesmal vor dem Münchner Amtsgericht. Es geht dabei erneut um die Frage der Reinigungskosten.

Wie berichtet, stand der Künstler zuletzt im Mai in Rosenheim vor Gericht. Das Amtsgericht hatte ihn damals zu einer Geldstrafe von 2250 Euro verurteilt. Kastner hatte dagegen Einspruch erhoben. Jetzt geht es um weitere rund 4100 Euro, die er für die Putz- und Reinigungskosten des Scheingrabs zahlen soll. Kläger ist der Neffe der Witwe von Alfred Jodl. Er spricht von Sachbeschädigung. Alfred Jodl war ein Kriegsverbrecher. Er ist nach dem zweiten Weltkrieg zum Tode verurteilt worden. Auf der Fraueninsel gibt es ein Grab. Dort ist Jodl zwar nicht begraben, allerdings ist sein Name auf einem Kreuz zu lesen. Kastner fordert, dass die Grabstelle entfernt wird. Die bisherigen Prozesse hat er allesamt verloren.

 

Fotocopyright: OVB Heimatzeitungen