Regionale Kritik an Bauernmilliarde

Kuh

Die Kritik an der sogenannten Bauernmilliarde der großen Koalition wächst. Auch der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes für den Landkreis Rosenheim,

Josef Bodmair, schließt sich der Kritik an. Das Geld löse die Probleme der Bauern nicht, sagte er dem OVB. Als Beispiel nannte er das Verbot der Anbindehaltung, wodurch Kühen deutlich mehr Platz in einem Stall zugesprochen werde. Rund ein Dritten der 2000 Betriebe in der Region stünden damit vor dem Aus. Der Grund: ein neuer Laufstall koste rund eine Million Euro, was sich viele nicht leisten könnten. Außerdem soll es eine neue Ausbring-Technik für Gülle geben, welche ebenfalls 100.000 Euro koste. Vor allem kleinere Familienbetriebe würden darunter zu leiden haben. Das Paradox bei der Düngeverordnung: die Bauern vor Ort dürften nur noch die Hälfte ihrer Gülle ausbringen. Weil der Boden aber mehr Nährstoffe benötige, um sechs Mal im Jahr gemäht werden zu können, müssten die Bauern Dünger teuer zukaufen. Die Kreislaufwirtschaft werde gestört. Bodmair fordert Nachbesserungen von der Politik. Das will er auch morgen nochmal beim Kreisbauerntag in Rosenheim verdeutlichen.