Prozessbeginn nach versuchten Missbrauch in Wasserburger Klinik

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Ein 38-Jähriger muss sich ab heute wegen versuchten Missbrauches vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Der Beschuldigte versuchte im Februar 2016 seine Mitpatientin, in der Inn-Salzach Klinik in Wasserburg, auf einer Herrentoilette sexuell schwer zu missbrauchen. Das Opfer war vermutlich vom 38-Jährigen beschuldigten für die Tat gezielt ausgewählt worden. Sie gilt als minderbegabt und leidet unter einer schweren geistigen Behinderung. So gebe sie zudem nur Laute von sich und vertraue sich schnell dritten an, ohne die Lage einschätzen zu können. Dieser Umstand war dem Angeklagten zum Tatzeitpunkt wohl bekannt. Eine Pflegekraft und eine Zeugin haben bei der Tatausübung auf der Herrentoilette das Wimmern des Opfers vernommen und so die Tat noch rechtzeitig entdeckt. Der Angeklagte hat daraufhin von der Frau abgelassen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand war der Beschuldigte nicht in der Lage das Handeln seiner Tat einzuschätzen. Für den Prozess sind am Landgericht Traunstein zwei Verhandlungstage angesetzt. Für Morgen wird voraussichtlich ein Urteil erwartet.