Prozess gegen Grafinger Messerstecher beginnt

festnahme handschellen

Vor dem Landgericht München beginnt heute der Prozess gegen den mutmaßlichen Messerstecher vom Grafinger Bahnhof. Der Mann soll im Mai 2016 einen 56-Jährigen mit einem Messer erstochen haben.

Das Motiv des gebürtigen Deutschen ist weiterhin rätselhaft. Er hatte nach seiner Festnahme wirre Angaben gemacht und sitzt seither in einer psychiatrischen Klinik. Bei seiner Tat vor 15 Monaten soll er laut Polizeiangaben „Ungläubiger, du musst jetzt sterben“ und „Allah ist groß“ geschrien haben. Angegriffen wurde nicht nur der getötete Wasserburger, auch zwei weitere willkürlich ausgewählte Personen wurden bei der Attacke schwer verletzt. Schon im Vorfeld soll der Angeklagte nach AZ-Informationen wegen Drogendelikten und kleineren Straftaten aufgefallen sein. Vor der Messertat hatte sich der Hesse zudem in einer Klinik in Hessen behandeln lassen. Eine Verbindung zur islamistischen Szene soll der Mann aber nicht gehabt haben. Der Prozess heute wird darüber entscheiden, ob er weiterhin in einem psychiatrischen Krankenhaus bleiben wird, oder nicht.