Pfarrer in Prien glaubt nicht an religiöses Tatmotiv

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Im Rahmen der Ermittlungen zum Tötungsdelikt von Prien prüft die Polizei derzeit mögliche Tatmotive des mutmaßlichen Angreifers. Darunter, so ein Polizeisprecher, falle auch die Variante einer möglicherweise religiös motivierten Tat.

An ein religiöses Motiv glaubt die Kirche nicht. Der evangelische Pfarrer der Marktgemeinde Prien Karl-Friedrich Wackerbarth äußerte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dahingehend Zweifel. Der mutmaßliche Täter sei hochgradig psychisch krank. Anlass und Motiv seien beliebig austauchbar, wird Wackerbarth zitiert. Die Afghanin war zum Christentum konvertiert und engagierte sich in Prien in der evangelischen Kirchengemeinde. Am Wochenende war sie vor den Augen ihrer beiden Kinder niedergestochen worden. Zunächst war auch über Eifersucht als mögliches Tatmotiv spekuliert worden. Das aber schließt die Polizei derzeit aus.