Neue Untersuchung zu Brennernordzulauf

Zug Gleise

In der Diskussion um den Brennernordzulauf bekommen die Kritiker neue Argumente. Und zwar durch ein neues Gutachten der Vieregg-Rössler GmbH.

Das Planungsbüro hat die Bestandsstrecke genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis der Untersuchung ist laut dem Planungsbüro eindeutig. Auf der bestehenden Bahnstrecke von Rosenheim nach Kiefersfelden könnten täglich 400 Züge fahren. Dafür müssten lediglich die Signal- und Gleistechnik modernisiert sowie Engpässe im Bahnhof Rosenheim beseitigt werden. Momentan sind auf der Strecke 200 Züge täglich unterwegs. Laut Vieregg-Rössler ist die Bestandsstrecke damit tauglich für die Zukunft. Die Kapazität liege weit über den 250 Zügen, die auf dem italienischen Brenner-Zulauf möglich seien, heißt es. Als Folge der Modernisierung bekämen die Menschen an der Bestandsstrecke zudem einen Rechtsanspruch für Schallschutz nach Neubaustandard. Der würde zu einer Halbierung des Lärms führen, so das Planungsbüro. Die Bahn hatte ein älteres Gutachten des Planungsbüros scharf kritisiert und es als unwissenschaftlich abgetan. Das Gutachten war von den Bürgerinitiativen in Auftrag gegeben worden, die sich gegen den Neubau der Strecke wehren wollen.