Nach dem Tod einer 26-jährigen in Wörgl: Schwiegervater unter Mordverdacht

Polizei sterreich Auto

Die Mordanklage gegen den Schwiegervater der 26-jährigen zweifachen Mutter aus Wörgl ist jetzt rechtskräftig. Die Verteidigung will nun Selbstmordabsichten der Verstorbenen beweisen.


Die Staatsanwaltschaft hingegen geht weiterhin von einem Tötungsdelikt aus, da es für einen Unfall oder Selbstmord keinerlei Hinweise gebe, so die Tiroler Zeitung. Dem Schwiegervater wird vorgeworfen die 26-jährige Frau am 2. Februar von der Arbeit abgeholt zu haben und sie dann auf eine nicht mehr feststellbare Weise vorsätzlich getötet zu haben. Gegen den Mordverdächtigen spricht, dass er gegoogelt hat, ob ein abgeschaltetes Handy geortet werden kann. Außerdem versendete er im Namen der damals noch Vermissten eine Abschieds-SMS, wohl um vorzutäuschen, sie hätte die Familie verlassen. Er sitzt seit Mitte Mai in Untersuchungshaft. Ein Prozesstermin steht noch aus. Beim Prozess sollen Zeugen anwesend sein, die die Selbstmordgedanken der 26-Jährigen bestätigen können, so der Verteidiger. Außerdem würde es sich um einen reinen Indizienprozess handeln. Wie berichtet war die Frau Anfang April in Kirchbichl aus dem Inn geborgen worden.