Milde Strafe für 20-Jährigen

Amtsgericht Schild

Ein 20-jähriger Türke hat sich jetzt vor dem Rosenheimer Jugendschöffengericht verantworten müssen. Aufgrund von Eifersucht verpasste er seiner Freundin im letzten Jahr vor einem Schnellimbiss in Rosenheim mehrere Ohrfeigen.

Grund waren Whatsapp-Nachrichten eines anderen Mannes. Ein Passant wollte dem Mädchen helfen, er erhielt einen Faustschlag ins Gesicht. Zwei Wochen später gerät das Paar in der Wohnung der Eltern in Streit. Daraufhin schlug der Beschuldigte dem Mädchen vor den Eltern ihrer Augen mehrfach ins Gesicht. Als sie in ihr Zimmer flüchtete, trat er die Tür ein und verletzte seine Freundin schwer. Die eingetroffene Polizei beschimpfte und bedrohte er, außerdem leistete er massiven Widerstand. Vor Gericht zeigte er sich zwar geständig, machte aber alle anderen wegen deren Provokationen verantwortlich. Die Verteidigung forderte eine hohe Jugendstrafe ohne Bewährung. Die vorsitzende Richterin stellte die Entscheidung über die Strafe – trotz voriger Verurteilung wegen unerlaubten Waffenbesitzes – auf sechs Monate zurück. Der 20-jährige wird jetzt an einem Antiaggressionstraining und einer Therapie teilnehmen, außerdem soll er 80 Stunden gemeinnützige Arbeit verrichten.