Mietpreisbremse in Rosenheim – Bilanz ist Ansichtssache

keys-1317389 640Rathaus Rathausstr

Wie es scheint, funktioniert die Mietpreisbremse in Rosenheim. Laut einer Erhebung des Online-Portals immowelt sind Rosenheim und Regensburg die einzigen von 18 bayerischen Städten, in denen die Mieten seit Einführung der Mietpreisbremse weniger gestiegen sind.In Rosenheim stieg demnach der Mietpreis pro Quadratmeter zwischen 2015 und 2017 um zehn Prozent auf zehn Euro pro Quadratmeter. Dennoch heißt es seitens immowelt, die Mietpreisbremse kranke daran, dass sie zu wenig konkret sei. In Rosenheim gibt es keinen qualifizierten Mietpreisspiegel. Somit gebe es nur bedingt Vergleichsmöglichkeiten für Mieter. Der Rosenheimer Stadtrat hat bislang einen Mietspiegel aus Kosten- und Aufwandsgründen abgelehnt.

Bei der Stadtverwaltung sieht man die Mietpreisbremse weiterhin skeptisch. Im Sinne einer marktwirtschaftlichen Ordnung sei sei nicht sinnvoll, sie werde von den Vermietern aber zumindest zur Kenntnis genommen, heißt es aus dem Rathaus. Die Mietpreise in Rosenheim seien eine Frage von Angebot und Nachfrage. Dem könne man nur durch eine Erhöhung des Wohnungsangebot entgegenwirken und nicht mit der Mietpreisbremse.