Messerstecher-Prozess: Mutter unter Tränen im Zeugenstand

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Die Taten des „Messerstechers von Grafing“ haben die ganze Region schockiert, ein 56-Jähriger aus Wasserburg kam bei der Attacke ums Leben. In diesen Tagen läuft der Gerichtsprozess in München, jetzt stand auch die Mutter des Angeklagten im Zeugenstand.Die 50-jährige Erzieherin berichtete von der psychischen Entwicklung ihres Sohnes, immer wieder brach sie in Tränen aus, berichtet die TZ. Ihr Sohn habe schon lange psychische Probleme gehabt, sei mal niedergeschlagen und mal überdreht gewesen und habe sich ständig verfolgt gefühlt. Nach einem erneuten Ausraster rief die Familie die Polizei, die konnte ihr jedoch nicht helfen, da der Angeklagte damals weder gewalttätig noch suizidal war. Stattdessen kam Paul H. in die Psychiatrie, aus der er jedoch floh und dann am Grafinger Bahnhof auf vier Menschen losging. Auch die drei Überlebenden haben bereits vor Gericht ausgesagt, einer ist seit der Attacke teilweise gelähmt. Der Prozess wird fortgesetzt, das Gericht soll über die weitere Unterbringung des Angeklagten in einer Psychiatrie entscheiden.