Messerstecher-Prozess: Grausame Tatdetails bekannt

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Der mutmaßliche Messerstecher von Grafing steht seit heute Vormittag wegen Mordes vor Gericht. Er soll im Mai letzten Jahres am Grafinger S-Bahnhof einen Menschen erstochen und drei weitere schwer verletzt haben.
Die Verhandlung in München ist geprägt von der Frage nach dem psychischen Zustand des mutmaßlichen Täters. Die Staatsanwaltschaft hat ihre Anklage bereits verlesen, demnach litt Paul H. an einer bipolaren Störung. Er soll geglaubt haben, von Islamisten verfolgt zu werden, berichtet Rosenheim24. Er hatte seine Familie zur Auswanderung gedrängt, diese brachte ihn jedoch in die Psychiatrie. Aus dieser floh der Angeklagte und beging wohl kurz darauf die Bluttat am Grafinger Bahnhof. Am Bahnhof dachte der Angeklagte offenbar, die Stadt sei ausgerottet worden, er sprach von Konzentrationslagern und Menschenopfer für den Islam. Dann begannen die Angriffe. Sein erstes Opfer konnte sich noch in ein Taxi retten, dem zweiten Mann stach der Angeklagte in den Rücken. Es folgte ein weiterer Angriff auf einen Zeitungsboten und zuletzt wohl die grausame Tötung eines 56-Jährigen Wasserburgers. Laut der Anklage soll Paul H ihn gezwungen haben, sich hinzulegen und daraufhin unter den Worten „Du bist ein Ungläubiger, du musst sterben“ neun Mal zugestochen haben. Er soll versucht haben, den Kopf des Opfers abzutrennen, als er scheiterte, ließ er sich widerstandslos festnehmen. Ein Urteil in München wird bereits heute Nachmittag erwartet, entschieden wird über die weitere Unterbringung in der Psychiatrie.