Meridian-Zugbegleiterin von Rassismus-Vorwurf freigesprochen

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Sie soll eine Gruppe von Afrikanern mit einer rassistischen Äußerung daran gehindert haben, einen Schienenersatzbus zu nehmen – jetzt ist eine Zugbegleiterin des Meridians wegen dieses Vorwurfes am Landgericht Traunstein freigesprochen worden.

Die Richter waren der Meinung, dass erhebliche Zweifel am Tatvorwurf bestünden. Die Belastungszeugen hätten sich im Verlauf des Verfahrens in wesentlichen Punkten des Geschehens widersprochen. Das Rosenheimer Amtsgericht hatte den Fall laut OVB anders gesehen und die Frau zu einer Geldstrafe verurteilt. Außerdem war sie damals nur knapp einer Anzeige wegen Volksverhetzung entgangen. Sie soll zu den acht Afrikanern gesagt haben, dass sie schwarze Tiere nicht mitnehme und sie am Einsteigen gehindert haben. Sie selbst bestritt den Vorfall vor Gericht vehement und gab an, dass die Männer kein Ticket hatten und auch nicht bereit waren, eines zu lösen. Als Zeugen am Landgericht wurden vier Afrikaner, zwei Polizisten, der Busfahrer und ein Fahrgast gehört.

Bild: Bayerische Oberlandbahn