Mehr Delikte beim Rosenheimer Herbstfest

Wiesnwache 2019

Die Rosenheimer Polizei hat nach dem Herbstfest Bilanz gezogen. Insgesamt fällt die Rückschau positiv aus. Allerdings gab es vielen Bereichen Anstieg der Deliktzahlen.

Die Wiesnwache sprach bis gestern 119 Wiesnverbote aus. Das sind etwas mehr, als im vergangenen Jahr. Auch bei den Körperverletzungen gab es einen leichten Anstieg, ebenso bei den Diebstählen. Zudem wurden mehr Verstöße gegen den Jugendschutz festgestellt. Die Zahl der Wiesnbesucher, die in Gewahrsam genommen werden mussten, sank dagegen deutlich.

Die Zahlen im Einzelnen:

Wiesnverbote – Bislang 119 solcher Wiesnverbote wurden durch die Wiesnwache ausgesprochen (2018: 104). Auf die Zuwiderhandlungen folgten Anzeigen wegen Hausfriedensbruches.

Körperverletzungen – Die Zahl der Körperverletzungsdelikte mit insgesamt  35 Anzeigen blieb trotz der Besucherzahlen auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie im letzten Jahr (Vorjahr 28).

Gewahrsam – Mit 37 Gewahrsamnahmen (2018: 54) bewegen sich die Arreste der überwiegend erwachsenen, männlichen Festbesucher, deutlich unter dem Wert aus dem Vorjahr. Vor allem an den Wochenenden häuften sich die Delikte.

Diebstahl – Bis heute wurden 45 Eigentumsdelikte (2018: 28) auf dem Herbstfest zur Anzeige gebracht. Hauptsächlich Taschen, Mobiltelefone und Geldbörsen wechselten unfreiwillig den Besitzer. Ein deutlicher Anstieg war im Bereich der Fahrraddiebstähle zu verzeichnen.

Jugend – Zahlreiche Kinder und Jugendliche wurden hinsichtlich Rauchen, Drogen und Alkohol überprüft. Es wurden hier 9 Verstöße festgestellt (2018: 2).

Verkehr – Der Pkw-Verkehr verlief während der gesamten Volksfestzeit, auch während der Festzüge an den ersten beiden Wochenenden, zumeist reibungslos. Bislang waren 15 Fahrzeugführer (2018: 11) mit zu hohen Alkoholwerten oder drogentypischen Ausfallerscheinungen auffällig. Volksfestbedingte Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss waren auch in diesem Jahr nicht zu verzeichnen. Ein deutlicher Rückgang ergab sich auch bei den Abschleppungen, insgesamt 5 Fahrzeuge mussten an den Haken (2018: 14).