Lucile-Prozess: Angeklagter bestreitet die Vorwürfe

Justizia 3

Am Innsbrucker Landesgericht hat am Vormittag der Prozess um den Tod der französischen Austauschstudentin Lucile in Kufstein begonnen. Verantworten muss sich ein rumänischer LKW-Fahrer, der in Deutschland bereits wegen einer ähnlichen Tat zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde.

Der Prozess begann unter großem Medieninteresse. Auch einige Journalisten aus Deutschland sind vor Ort. Dem Angeklagten werde die „allerschwerste Kriminalität“ zur Last gelegt, erklärte der Staatsanwalt in seinem Eröffnungsplädoyer. Er soll Lucile getötet und dann ihre Leiche sexuell geschändet haben. Die Obduktion habe ergeben, dass die 20-jährige durch zwei Schläge auf den Kopf getötet worden war. GPS-Daten seines Lastwagens und an Luciles Leiche gefundene DNA-Spuren würden seine Schuld belegen, so der Staatsanwalt. Er betonte außerdem, dass der Angeklagte die Tat vor einem Psychiater in Deutschland indirekt gestanden habe. Der Rumäne selber wiederum beschwerte sich, dass er in Deutschland ungerecht behandelt worden wäre. Er habe Angst gehabt und deshalb den Mord gestanden, so der Mann.