Lohnabgaben unterschlagen

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Zwei Unternehmen aus dem Landkreis Rosenheim haben sich auf Kosten ihrer Mitarbeiter bereichert. Dafür sind die Verantwortlichen zu empfindlichen Strafen verurteilt worden. Das teilte das Hauptzollamt Rosenheim heute mit:Die Betreiberin einer Pflegeinrichtung aus dem Landkreis Rosenheim ist am Amtsgericht Traunstein zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden.


Sie hatte über einen Zeitraum von fast 3 Jahren mindestens 36 Pflegekräfte nicht angemeldet. Dadurch sparte sie sich Sozialbeiträge in Höhe von knapp 250.000 Euro. Bei einem zweiten Fall am Amtsgericht Rosenheim wurde der Geschäftsführer einer Metallbaufirma aus dem Landkreis zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Er praktizierte das sogenannte „Lohnsplitting“. Dabei werden Arbeitszeiten von angemeldeten Arbeitnehmern zum Schein auf weitere Personen geschrieben. In diesem Fall wurden sechs Jahre lang sämtliche Überstunden der Arbeitnehmer über Familienangehörige abgerechnet. Der Schaden liegt bei über 30.000 Euro.