Kolbermoor sichert sich gegen Wasserlärm ab

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Kann Wasser zu laut für eine Wohnbebauung sein? Mit dieser Frage hat sich die Stadt Kolbermoor auseinandersetzen müssen, um die Bebauung des Conradty-Geländes voranzutreiben.

Die Lautstärke des Wassers war einer der Einwände nach der Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange im Vorfeld der Bebauungsplanaufstellung. Das Problem: In der Nähe liegt das Wasserkraftwerk. Das ist dem Lärmgutachten nach nicht zu laut. Sollte aber das Kraftwerk aber einen Stromausfall haben und das Wasser darum in ein Becken laufen, dann wäre der Lärmpegel zu hoch. Weil Wasser der Rechtssprechung nach aber anders zu bewerten ist als mechanische Geräusche, besteht kein Problem. Die Stadt Kolbermoor ließ das genau prüfen, um etwaigen Regressforderungen entgegen zu wirken. Man habe sich aufgrund von Klagen wie wegen des Geruchs frischer Semmeln oder Kirchenglockenläuten absichern wollen, heißt es aus dem Rathaus. In den kommenden drei Wochen soll dann für das Conradty-Gelände Baurecht geschaffen werden. Dann werden dort 250 Wohnungen entstehen, 50 davon für den sozialen Wohnbau. Baubeginn soll schon im Frühjahr sein.