Kloster Reisach schließt seine Pforten

Kerzen

In der Gemeinde Oberaudorf geht heute eine lange Tradition zu Ende: Nach fast 300 Jahren schließt das Kloster Reisach seine Pforten.

Die deutsche Provinz des Teresianischen Karmel hat ihr Nutzungsrecht an den Besitzer des Klosters, den Freistaat Bayern, zurückgegeben. Die Ordensbrüder aus Polen ziehen sich aus dem Kloster Reisach zurück, weil der Nachwuchs fehlt. Zudem wird der Erhalt des sanierungsbedürftigen Klosters zu teuer. Was mit den alten Gemäuern passiert, ist derzeit noch unklar. Die Erzidözese München und Freising wollte das Kloster nicht übernehmen. Es gab zwar mehrere Ideen, wie es künftig genutzt werden soll. Bisher ist aber noch nichts spruchreif. Der Ball liege jetzt beim Staat, heißt es von der Diözese. Als Eigentümer des Klosters stehe dieser nun in der Pflicht.