Keine Entwarnung für 18-Jährigen – Unfallgutachten könnte Monate dauern

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Nach dem Horrorunfall mit fünf verletzten Personen am gestrigen Montagmorgen auf der Rosenheimer Miesbacherstraße schwebt ein 18-jähriger Eggstätter weiter in Lebensgefahr. Er hatte ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.

Wie uns die Staatsanwaltschaft Rosenheim auf Nachfrage bestätigte, erlitt er die schwere Verletzung durch den Aufprall des ebenfalls am Unfall beteiligten Hyundais, in dem ein Raublinger saß. Der war vorher durch den Crash mit dem mutmaßlichen Unfallverursacher, einem 19-jährigen Söchtenauer, durch die Luft geflogen und auf das Fahrzeugdach des Audis gefallen. Dieses wurde dabei eingedrückt. Im Audi befand sich auch der 15-jährige Bruder des schwer verletzten Fahranfängers. Der Wagen der Geschwister geriet außer Kontrolle und krachte dann in das Auto einer Frau aus Raubling. Jetzt führt die Polizei weitergehende Ermittlungen und Befragungen durch, so die Staatsanwaltschaft. Danach werde der schriftliche Vorgang an die Staatsanwaltschaft geschickt. Erst wenn das passiert ist und auch das angeforderte unfallanalytische und unfalltechnische Gutachten vorliegen, könne Anklage erhoben werden. Zur genauen Unfallursache wolle man sich deshalb noch nicht äußern. Bis das Gutachten da ist, werden aber noch einige Monate vergehen, so die Staatsanwaltschaft.

Auch die Rosenheimer Polizei hat sich gegenüber unserem Sender geäußert. Die Unfallrekonstruktion seitens der Ermittler sei schon auf einem guten Weg, obwohl sich die Koalitionspunkte des komplexen Unfalls über 120 Meter ziehen, sagte uns eine Sprecherin. Dazu wurden und werden alle möglichen Spuren gesichert. Fast alle Unfallbeteiligten seien außerdem schon verhört worden. Der Hyundai-Fahrer aus Raubling hat das Krankenhaus bereits schon wieder verlassen. Alle anderen sind jetzt länger als 24 Stunden in stationärer Behandlung und gelten deshalb als schwer verletzt, sind aber außer Lebensgefahr. Weitere Operationen seien nicht ausgeschlossen. Derzeit warten die Fahnder noch auf das Ergebnis der Blutuntersuchungen, um die Beteiligten im Zweifel vor Gericht ent- oder belasten zu können.

Bildcopyright und Fotorechte: Josef Reisner