Kastner will vors Bundesverfassungsgericht ziehen

Jodlgrab neu

Der Künstler Wolfram Kastner gibt nicht auf. Nach dem Urteil zur Beschmutzung des Jodl-Grabes auf der Fraueninsel will er vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

Er beruft sich auf Artikel 14: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ Seiner Meinung nach wären durch das Urteil rechte Tendenzen bei den Richtern zum Vorschein gekommen. Kastner war diese Woche dazu verurteilt worden, die Kosten für die Reinigung des Grabes zu tragen. Er hatte es zuvor mit roter Farbe beschmiert, um gegen das Grab des NS-Kriegsverbrechers zu demonstrieren. Die Richter hatten argumentiert, dass das Grab zwar anstößig sei, aber die Kriegsverbrechen von Jodl nicht verherrlichen würden. Deswegen sei die Tat nicht von der Kunstfreiheit gedeckt gewesen.