In Rosenheim zur Prostitution gezwungen – Prozess beginnt

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Am Landgericht Traunstein beginnt heute ein Prozess wegen schweren Menschenhandels und sexueller Ausbeutung. Die beiden Angeklagten sollen eine alleinerziehende Mutter aus Bulgarien zur Prostitution gezwungen haben, unter anderem in einem Rosenheimer Bordell. Das Opfer steckte in finanziellen Schwierigkeiten. Unter dem Vorwand, sie könne in München als Zimmermädchen in einem Hotel etwas Geld verdienen, sollen die beiden Angeklagten die Bulgarin nach München gelockt haben. Dort sei sie jedoch von den Angeklagten zur Prostitution gezwungen worden. Was laut Staatsanwaltschaft von Anfang an der Plan gewesen sei. Als Druckmittel sollen die beiden Angeklagten den 8-jährigen Sohn der Frau benutzt haben. Nach einigen Tagen soll das Opfer in Rosenheim zur Prostitution gezwungen worden sein. Mitte August konnte der Sohn des Opfers unter polizeilichem Einsatz befreit und der Mutter zurückgebracht werden. Für den Prozess sind insgesamt drei Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll Mitte Dezember fallen.