Immer mehr Rosenheimer haben einen Zweitjob

Armut kein Geld

Rund 4.200 Menschen in Rosenheim haben neben ihrer regulären Stelle noch einen Minijob. Damit stieg die Zahl der Zweitjobber innerhalb von zehn Jahren um 40 Prozent. Das teilte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten heute mit. Laut NGG sind Zusatz-Jobs in Rosenheimer Restaurants, Gaststätten und Hotels besonders verbreitet: In der Branche gab es im Juni 2019 rund 500 Zweitjobber – das sind 75 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.

Die Gewerkschaft spricht von einer Schieflage auf dem Arbeitsmarkt. Im Schatten des Booms der vergangenen Jahre seien viele sozialversicherungspflichtige Stellen entstanden, die oft kaum zum Leben reichen würden, so die Kritik. Nebenjobs müssten dann die Haushaltskasse aufbessern. Die NGG fordert deshalb Fachkräfte ordentlich zu bezahlen. Außerdem müssten sich die Arbeitgeber stärker um Nachwuchs kümmern.