Hohe Haftstrafen gefordert

festnahme handschellen

Zweimal sechs Jahre und fünf Monate Haft, so lautet die Forderung des Staatsanwalts für die beiden Angeklagten, die die Anschläge auf das Asylbewerberheim in Nußdorf zugegeben haben. Die beiden Verteidiger forderten hingegen Bewährungsstrafen.

Der Staatsanwalt wertet die Anschläge als geplante Handlungen, zudem sei die fremdenfeindliche Gesinnung strafverschärfend. Den Löwenanteil bei den Strafmaßen nimmt für ihn der Anschlag mit einem Molotow-Cocktail ein, bei beiden kommen weitere Straftaten hinzu, so dass sich Gesamtfreiheitsstrafen ergeben. Die Verteidiger meinen, es hätten klare Distanzierungen von den Taten stattgefunden und die Angeklagten hätten echte Reue gezeigt. Die beiden 21 und 24 Jahre alten Männer nutzten in ihren Schlussworten nochmals die Gelegenheit, um sich für ihre Taten zu entschuldigen.