Gegen das Sterben von Geburtshilfestationen

Wie können weitere Schließungen von vor allem ländlichen Geburtshilfestationen vermieden werden? Dazu trafen sich diese Woche Abgeordnete mit Ärzten und Hebammen in Bad Aibling.

Dort, wo die Geburtshilfestation am 15. August geschlossen wird. Ergebnis des Gesprächs: Wenn nicht bald die ausufernden Versicherungskosten für Ärzte und Hebammen eingedämmt werden, werden peu à peu weitere Stationen schließen müssen. Ein Arzt, der der die Geburtshilfe in einer Klinik übernimmt, zahlt demnach eine Versicherungsprämie zwischen 50.000 und 84.000 Euro im Jahr. Er müsste 200 Geburten leiten, um die Kosten für die Haftpflichtversicherung zu decken. Ähnlich sieht es bei den Hebammen aus. Aus diesen Summen resultiert auch der Personalmangel, der für die Schließung der Geburtshilfestation in Bad Aibling sorgt. Ziel müsse es sein, die Geburtshilfe für Ärzte und Hebammen wieder attraktiv zu gestalten, um das Geburtshilfestationssterben zu verhindern, so der Tenor des Gesprächs.