Fahrschullehrer sind Mangelware

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In der Region gibt es einen immer größer werdenden Fahrlehrermangel zu verzeichnen. Der Altersdurchschnitt der aktiven Fahrlehrer ist in der Stadt und im Landkreis Rosenheim zudem relativ hoch – nach oben gibt es bei Bestehen von entsprechenden Eignungstests keine Altersgrenze. Dass kein Nachwuchs nachkommt, liegt vor allem an den Kosten.


Früher gab es die Bundeswehr, die die meisten Fahrlehrer ausgebildet hat. Da entsprechende Lehrgänge bei den Streitkräften weggefangen sind, ist die lange und teure Ausbildung für junge Leute nicht mehr so interessant wie früher. Das teilte der Fahrlehrerverband Rosenheim auf Anfrage unseres Senders mit. Eine entsprechende Lizenz zu erhalten, dauert alleine im ersten Teil eineinhalb Jahre. Während dieser Zeit sitzen die Anwärter größtenteils in der Schule und verdienen nichts. Und das, obwohl sich die Lehrgangs- und Schulungskosten auf gut 13.000 bis 15.000 Euro bewegen. Zudem gibt es in unserer der Region – im Vergleich zu anderen Gebieten Deutschlands – keine behördliche Förderung der Fahrlehrerausbildung. Arbeit gäbe es genug: Grundsätzlich sind in der Region die Führerscheinkurse gut ausgebucht, auch weil das begleitete Fahren mit 17 gut angenommen wird. Aber: Durch die gegenwärtige ausgeglichene demografische Entwicklung fällt das Missverhältnis von weniger Fahrlehrern bei mehr Führerscheinaspiranten noch nicht so deutlich ins Gewicht.