Erstmal keine Eisberge

Badesee Symbolbild

Vor allem Kinder und Jugendliche vermissen sie schmerzlich: die Eisberge im Chiemsee bei Gstadt. Laut Bürgermeister Bernhard Hainz müssen sie leider auch noch einige Zeit darauf warten. Grund dafür ist eine geänderte Rechtsgrundlage.

Der Bundesgerichtshof hat vor zwei Jahren ein Urteil gefällt, welches jetzt große Verunsicherung bei den Gemeinden hervorruft. Das Problem: die Frage der Haftung bei Stegen, Sprungtürmen und Spielgeräten im Wasser. Laut Hainz wäre man ja nach der aktuellen Rechtssprechung im Zweifelsfall persönlich haftbar. Deswegen will die Gemeinde Gstadt nicht überreagieren: Floß und Steg wurden auf die Sicherheit überprüft und bleiben stehen. Bei dem Eisberg wolle man aber noch abwarten, weil er ein zusätzliches Gefahrenpotential birgt, heißt es. Möglicherweise ist aber eine Lösung in Sicht. Der Gemeindetag will über das Thema beraten und die Versicherungen wieder bei Unfällen haftbar machen. Wenn dem so ist, würden auch sofort die Eisberge wieder aufgebaut, so Hainz.