Ernüchterung macht sich breit

Enttäuschung macht sich in Rosenheim bei Flüchtlingen und Flüchtlingspaten breit. Viele Flüchtlinge seien hoffnungslos, apathisch und teils auch verbittert.

Gleichzeitig seien auch die Helfer desillusioniert, sagte der Koordinator des Patenprojekts für Flüchtlinge Christian Hlatky gegenüber dem OVB. Das Resultat: Von den Anfangs 300 Flüchtlingspaten sind noch 100 aktive übrig geblieben. Die Frustration kommt nicht von ungefähr. Bei Paten kippt die Stimmung, wenn die ganze Arbeit beispielsweise durch Abschiebung umsonst war. Bei Asylbewerbern, weil ihre Situation aussichtslos ist. Der Großteil der Rosenheimer Bewerber kommt aus Nigeria und Afghanistan, sie können als abgeschoben werden. Gleichzeitig dürfen sie aber nicht arbeiten und sitzen in ihren Unterkünften den ganzen Tag beschäftigungslos aufeinander. So weiche die Hoffnung auf einen Neuanfang der Frustration, erklärt Hlatky.