Eisenbahngesellschaft kritisiert Deutsche Bahn wegen Baustellenchaos in der Region

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Die Bayerische Eisenbahngesellschaft BEG ist sauer wegen des Baustellenchaos in den letzten Wochen rund um Rosenheim. Dass es – wie bereits im Vorjahr – zu erheblichen Einschränkungen für die Fahrgäste des Meridian gekommen ist, sei nicht akzeptabel gewesen.

Die Möglichkeit, die Deutsche Bahn für Ihre verbesserungsbedürftige Baustellenplanung zu sanktionieren, hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft nicht. Allerdings hat sie die DB mehrfach aufgefordert, kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Abläufe zu ergreifen, die zum Teil auch umgesetzt worden sind. Außerdem konnte die DB überzeugt werden, für September geplante Bauarbeiten auf der Strecke Rosenheim-Freilassing in die Nachtstunden zu verschieben. Die aktuelle Baustelle auf der Strecke zwischen Rosenheim und Traunstein wird morgen fertig gestellt – sie hatte für massive Verspätungen und Schienenersatzverkehr beim Meridian gesorgt. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft koordiniert, bestellt und bezahlt im Auftrag des Freistaates den Schienennahverkehr.

Als Konsequenz hat die Deutsche Bahn jetzt ihren Baustellenfahrplan neugestaltet. In Zukunft sollen Baustellen in der Region kürzer gehalten werden. Im November muss die DB Netz nochmal an die Baustelle zwischen Prien und Übersee ran, die Oberleitungsarbeiten sollen aber nur ein bis zwei Wochen dauern. Vor knapp zwei Monaten hatten die Bayerische Eisenbahngesellschaft und die BOB als Betreiber des Meridian das Vorgehen der Bahn kritisiert, der Meridian würde bei Baustellen benachteiligt werden. Inzwischen sind diese Vorwürfe jedoch vom Tisch. Ein Bahnsprecher sagte im Interview, er verstehe die wütenden Fahrgäste, jedoch müsse die DB-Netz AG jedem Schienennutzer einen diskriminierungsfreien Zugang bereitstellen. Bei über weit 200 Zügen pro Tag seien Wartezeiten bei Baustellen unumgänglich.