Ehemaliger Mißbrauch als Mordmotiv?

Kufstein

Nach dem Messermord in Kufstein zweifelt der Anwalt des mutmaßlichen Täters dessen Motiv an.

Vielmehr sei es möglich, dass es in der Vergangenheit zu einem Missbrauch des heute 29-Jährigen gekommen sei. Und zwar durch sein Opfer, einen 77-jährigen Kufsteiner. Der 29-Jährige habe den Mann gekannt, er sei der Nachbar der Großeltern gewesen. Der habe auf Kinder immer wieder aufgepasst. Er soll eine Eisenbahn gehabt haben, mit der Kinder gerne gespielt hätten, da sei es zu den Übergriffen gekommen. Der 29-Jährige hatte direkt nach der Tat angegeben, jemanden umgebracht zu haben, um ins Gefängnis zu kommen. Laut seinem Anwalt habe er den 77-Jährigen aber gezielt ausgesucht aufgrund der Vorgeschichte. Die Staatsanwaltschaft wird jetzt die Sachlage prüfen und gegebenenfalls nach weiteren Missbrauchsopfern suchen.