Die Zahl sei alarmierend

Der Rosenheimer Zoll hat im vergangenen Jahr 3,3 Prozent aller Hotels und Gaststätten in seinem Zuständigkeitsbereich kontrolliert – laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ist das „alarmierend“.

In einer Pressemitteilung heißt es, die Verstöße gegen den gesetzlichen Mindestlohn werden in Rosenheim zu selten geahndet – vor allem im Gastgewerbe. 146 Gastro-Betriebe sind 2016 kontrolliert worden – 46 weniger als im Vorjahr. Lediglich 11 Ermittlungen wurden in diesem Bereich eingeleitet. In den Augen der Gewerkschaft zeigt die Statistik, dass die Zahl der Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten den Mindestlohn von 8,84 Euro vorenthalten, immer noch viel zu hoch ist. Deshalb müssten jetzt die Kontrollen in Rosenheim ausgeweitet werden, um die Tricks einiger Arbeitgeber zu entlarven. Dafür sei deutlich mehr Personal nötig: Nicht nur wegen der Lohn-Prellerei, sondern auch wegen des Betrugs bei der Sozialversicherung.