Die Hagelabwehr im Landkreis ist umstritten, aber sie ist wirksam

1128 Hagelflieger Bilanz

Die Hagelabwehr im Landkreis Rosenheim ist in Deutschland eher eine Seltenheit – und sie ist umstritten.

Ein Student der Technischen Hochschule Rosenheim hatte deswegen seine Masterarbeit der Wirksamkeit der Hagelabwehr gewidmet. Das Ergebnis: es gibt eine erkennbare Tendenz, die für ein Wirken der Maßnahme spricht. Dabei lagen dem Studenten unter anderem Radarechos von Gewitterwolken, Wetterdaten, die Routen der Hagelflieger sowie die Daten von drei Versicherungen zur Verfügung. Dabei konnte festgestellt werden, dass es weniger Schäden gab, wenn die Flieger Silberjodid ausgebracht hatten und sich die Wolken zurückzogen. Derweil haben die Hagelflieger auch Bilanz gezogen. Demnach war es einer der dritttrockensten Sommer der letzten 30 Jahre und damit eine ruhige Saison. Insgesamt gab es 17 Flüge an zehn Tagen bei denen 160 Liter Silberjodid verbrannt wurden. Die heftigsten Gewitter in der Region waren m 1. Und 27. Juli. Am 1. Juli gab es Graupel und Kleinhagel. Am 27. Entwickelte sich im Bereich des Sylvenstein Stausees ein Hagelwitter der höchsten Kategorie, welches langsam über Thiersee Richtung Kiefersfelden und Kufstein zog.