CSU in Stephanskirchen wird Klientelpolitik vorgeworfen

Sitzung

Zwei Gemeinderäte in einem Jahr sind aus der CSU in Stephanskirchen ausgetreten. Beiden hat nach eigenen Angaben die Parteipolitik nicht mehr gepasst.

Karl Mair machte Anfang des Jahres den Anfang und wählte für sich die goldene Mitte. Er wechselte zu den Parteifreien. Der Ausstieg von Anton Forstner ist bei der letzten Gemeinderatssitzung bestätigt worden. Ihm ist die Politik der CSU nicht nachhaltig genug, sagte er unserem Sender. Er selbst sei Bio-Bauer und möchte lieber auf langfristige Planungen setzen anstatt auf eine schnelle Expansion des Gemeindegebietes. Er geht aber noch einen Schritt weiter und spricht von Klientelpolitik. Als Beispiel nennt er den geplanten Radweg zum Rewe. Weil der Grundstücksbesitzer ein Freund der CSU sei, hätte sich auch die Mehrheit der CSU dafür eingesetzt, dass der Weg nicht gebraucht wird. Außerdem würden auch bei der Baurechtsvergabe Menschen bevorzugt, die der CSU nahe stehen. Die CSU widerspricht der Darstellung vehement. Laut der Vorsitzenden Petra Hofmann richte sich die Partei immer nach dem Allgemeinwohl. Das würden unter anderem die Äußerungen und Abstimmungen im Gemeinderat zeigen. Sie könne die emotionalen Äußerungen von Herrn Forstner nicht nachvollziehen. Die Überzeugungen seien einfach auseinandergegangen.