Bundesrechnungshof kritisiert Projekt bei Oberaudorf

Geringere Geschwindigkeit bedeutet weniger Schadstoffausstoß, das ist seit langem wissenschaftlich bewiesen. Dennoch will das Bundesverkehrsministerium in einem Pilotprojekt auf A93 bei Oberaudorf genau das prüfen.

Der Bundesrechnungshof kritisiert das Vorhaben scharf. Man habe grundsätzliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Projekts, heißt es in dem heute veröffentlichten Jahresbericht des Bundesrechnungshofes. Erstens, weil die Kausalität zwischen Geschwindigkeit und Schadstoffausstoß erwiesen sei, zweitens, weil die Wirtschaftlichkeit des Projektes nicht untersucht wurde und drittens, weil der Standort bei Oberaudorf falsch gewählt sei. Vor allem dieser Punkt wird kritisiert, weil bei Oberaudorf die Grenzwerte für Stickstoffdioxid seit 2016 nicht überschritten werden. Das Bundesverkehrsministerium plant, für 3,4 Millionen Euro eine Anlage zu bauen, die bei einer Überschreitung des Stickstoffdioxidgrenzwertes automatisch eine Geschwindigkeitsbegrenzung anzeigt.