Bad Aiblinger Opferanwalt kritisiert die Deutsche Bahn

0209 Zug 7

Die Angehörigen und Verletzten wollen sich keineswegs an dem Leid finanziell bereichern – das sagt der Bad Aiblinger Opferanwalt Friedrich Schweikert.

Am heutigen ersten Jahrestag des Zugunglücks von Bad Aibling kritisiert er erneut die Deutsche Bahn. Schweikert sieht eine Mitschuld der Bahn an dem Unglück. Diese liege darin, dass sie eine Verfügung von 1984 nicht umgesetzt hätte, wonach auf der Unglücksstrecke Empfangsmelder nachgerüstet hätten werden müssen. Den Angehörigen der Opfer geht es in erster Linie darum, dass jemand von der Bahn sich hinstellt und Verantwortung übernimmt, so Schweikert. Am heutigen ersten Jahrestag gibt es in Bad Aibling am Abend eine Andacht. Bei der Katastrophe vor einem Jahr sind 12 Menschen getötet worden.