Ausweis im Schuh – Ausweismissbrauch und Haftbefehl

211210 Ausweismissbrauch

Rosenheim – Die Bundespolizei hat am Donnerstag (9. Dezember) bei Grenzkontrollen in einem internationalen Reisezug kurz vor Rosenheim einen Afrikaner festgenommen. Er hatte sich mit einem gambischen Reisepass und italienischen Aufenthaltspapieren ausgewiesen. Bei der Überprüfung der vorlegten Dokumente erkannten die Bundespolizisten schnell, dass das Lichtbild nicht mit dem Reisenden übereinstimmt. Im Schuh des Mannes stießen die Beamten auf eine weitere italienische Identitätskarte mit fremden Personalien. Er gab an, die Dokumente in Italien schlichtweg gefunden zu haben.

Die auf andere Personen ausgestellten Papiere wurden sichergestellt. Aufgrund des Verdachts der versuchten unerlaubten Einreise überprüften die Bundespolizisten die Fingerabdrücke des Gambiers. Dabei stellte sich heraus, dass der Asylantrag des 27-Jährigen in Deutschland bereits 2017 abgelehnt worden war. Zudem lag gegen ihn ein Haftbefehl vor. Nach einer Verurteilung wegen Drogenhandels hatte er die vom Amtsgericht Bremen verhängte Strafe nicht vollständig beglichen. Dafür sorgte nun die Rosenheimer Bundespolizei. Der Afrikaner konnte zwar seine Justizschulden begleichen, aber durfte seine Reise dennoch nicht fortsetzen. Stattdessen wurde er mit Strafanzeigen wegen Ausweismissbrauchs und versuchter unerlaubter Einreise im Gepäck zurückgewiesen und der österreichischen Polizei überstellt.

Bild: Ein Gambier wies sich bei Grenzkontrollen mit fremden Dokumenten aus. In seinem Schuh versteckte er zudem eine italienische Identitätskarte, die auf fremde Personalien ausgestellt war. (Foto: Bundespolizei)

Pressemitteilung Bundespolizei Rosenheim